Was fürs Kreuz
(null)/(null)/(null) (null)
Was fürs Kreuz...
Vor ein paar Tagen läutete des Morgens der Fernsprecher und ein Bekannter von mir war am anderen Ende der Leitung.
Er berichtete mir, daß er soeben aus Wuppertal käme, wo er sich ein Motorrad angeschaut hatte. Eine Zündapp KS 600 von 1949 mit Teilen. Für ihn selber wäre die Maschine nichts (Kunststück, hat ja auch eine Menge davon). Aber er mußte da direkt an mich denken, da ich ja schon lange suche.
Oh ja, Starrahmen (gut für´s Kreuz) und Tankschaltung, DAS ist was für mich.
Uiuiui, da wurde ich direkt hellhörig. Also Nummer aufgeschrieben und am selben Abend noch bei dem Verkäufer angerufen.
Der Verkäufer entpuppte sich als der Schwiegersohn des ehem. Besitzers. Dieser verstarb kürzlich, hatte aber Zeit seines Lebens viel Zeit und Liebe in die alten Maschinen gesteckt.
Nun kümmerte er sich besagter Schwiegersohn sehr gewissenhaft um das Erbe seines Schwiegervaters.
Wir führten ein langes und überaus angenehmes Gespräch an dessen Ende ein Besichtigungstermin stand.
Die Besichtigung verlief ebenso angenehm wie das Telefonat. Ich war geradezu erschlagen von der Masse an Teilen, Werkzeugen, Literatur und Maschinen, die sich in Garage und Arbeitsraum befanden (unter anderem ein Wehrmachtsgespann). In mühsamer Kleinarbeit hatte der Schwiegersohn die Teile den vorhandenen Motorrädern zugewiesen.
Vor dem Krad, weswegen ich da war, standen jede Menge Kisten mit Teilen.
Das Krad selber ist teilweise zerlegt. Motor, Getriebe, Gabel, Räder und Tank sind dran, der Rest in den Kisten (so hofften wir). Der alte Herr hatte sich mit Hingabe der Technik gewidmet, am Fahren selber hatte er kein Interesse.
Der Verkäufer und ich kamen auch preislich zusammen und so bat ich mir einen Tag Bedenkzeit aus. Nachdem die Herzdame seufzend auch ihr OK gegeben hatte (es ist ja nicht das einzige Altmetall bei uns daheim *Hust*), habe ich noch am selben Abend angerufen und zugesagt.
Um das Bröckchen zu mir nach Hause zu bringen, benötigte ich ein Fahrzeug mit Platz und eine Person die Zeit hat....Hmmmm da fiel mir spontan der Steiner ein, da er einen VW Bus besitzt und bei solchen Aktionen eh immer ran muß, hehe.



Die Aktion sollte Samstagvormittag starten. Passenderweise mußte ich Freitagnacht noch mit dem Ovali nach Frankfurt a.M. und demzufolge Samstag in aller Frühe wieder zurück nach Köln und von da nach Wuppertal zum Steiner und von daaa zum Verkäufer. So war der Plan. Der Teil mit Ovali und Frankfurt klappte reibungslos. Nur der Wuppertaler Teil dauerte etwas länger und so kamen wir erst gegen 13 Uhr beim Krad an.
Wie beim ersten zusammentreffen, so war es auch diesmal sehr angenehm und gastfreundlich.
Als erstes kam das Krad dran. Dieses passte aber erst nach Abbau des Vorderrades in den Bus. Trotz der geringen Größe und dem teilzerlegten Zustand, war das Aas bleischwer und wir haben uns einen Bruch gehoben bis das Ding drin war!
Dagegen waren die rund 8000 Kisten Kleinteile ein Klacks.
Zum Abschluß gab es noch einen Kaffee und man verabschiedete sich.


Da wir mit unserer Fracht kein Bedürfnis hatten über die Autobahn zu brettern, beschlossen wir über Land nach Köln zu fahren. Man hatte ja Zeit.
Die Strecke war landschaftlich äußerst ansprechend und teilweise fernab der Zivilisation (unter anderem passierten wir Bremen(!)-da war der Umweg wohl was größer).
Daheim angekommen, haben wir dann im Schweiße unseres Angesichtes die Kisten in den Keller geschleppt. Das Motorrad blieb erstmal im Bus, da der Hunger uns zur Frittenbude trieb.
Dort trieb uns die Dauerbeschallung durch Schlagermusik aber nach dem Essen auch schnell wieder raus.
Da der Tag noch jung war und ein Freund mir sein Auto verkaufen wollte, sind wir noch "mal eben" bei ihm in der Halle vorbei und haben da ein Pläuschen gehalten und amerikanisches Altblech bestaunt - derweil war das Krad immer noch im Bus, man hat ja Zeit.



Langsam wurde es dunkel und die Knochen schmerzten, also wieder zurück nach Köln und die schwere Fracht in die Garage gebracht.
Jetzt habe ich Kreuzschmerzen.
Oh, was für ein schöner Tag...
So, das war es fürs erste, Fortsetzung folgt
Vor ein paar Tagen läutete des Morgens der Fernsprecher und ein Bekannter von mir war am anderen Ende der Leitung.
Er berichtete mir, daß er soeben aus Wuppertal käme, wo er sich ein Motorrad angeschaut hatte. Eine Zündapp KS 600 von 1949 mit Teilen. Für ihn selber wäre die Maschine nichts (Kunststück, hat ja auch eine Menge davon). Aber er mußte da direkt an mich denken, da ich ja schon lange suche.
Oh ja, Starrahmen (gut für´s Kreuz) und Tankschaltung, DAS ist was für mich.
Uiuiui, da wurde ich direkt hellhörig. Also Nummer aufgeschrieben und am selben Abend noch bei dem Verkäufer angerufen.
Der Verkäufer entpuppte sich als der Schwiegersohn des ehem. Besitzers. Dieser verstarb kürzlich, hatte aber Zeit seines Lebens viel Zeit und Liebe in die alten Maschinen gesteckt.
Nun kümmerte er sich besagter Schwiegersohn sehr gewissenhaft um das Erbe seines Schwiegervaters.
Wir führten ein langes und überaus angenehmes Gespräch an dessen Ende ein Besichtigungstermin stand.
Die Besichtigung verlief ebenso angenehm wie das Telefonat. Ich war geradezu erschlagen von der Masse an Teilen, Werkzeugen, Literatur und Maschinen, die sich in Garage und Arbeitsraum befanden (unter anderem ein Wehrmachtsgespann). In mühsamer Kleinarbeit hatte der Schwiegersohn die Teile den vorhandenen Motorrädern zugewiesen.
Vor dem Krad, weswegen ich da war, standen jede Menge Kisten mit Teilen.
Das Krad selber ist teilweise zerlegt. Motor, Getriebe, Gabel, Räder und Tank sind dran, der Rest in den Kisten (so hofften wir). Der alte Herr hatte sich mit Hingabe der Technik gewidmet, am Fahren selber hatte er kein Interesse.
Der Verkäufer und ich kamen auch preislich zusammen und so bat ich mir einen Tag Bedenkzeit aus. Nachdem die Herzdame seufzend auch ihr OK gegeben hatte (es ist ja nicht das einzige Altmetall bei uns daheim *Hust*), habe ich noch am selben Abend angerufen und zugesagt.
Um das Bröckchen zu mir nach Hause zu bringen, benötigte ich ein Fahrzeug mit Platz und eine Person die Zeit hat....Hmmmm da fiel mir spontan der Steiner ein, da er einen VW Bus besitzt und bei solchen Aktionen eh immer ran muß, hehe.



Die Aktion sollte Samstagvormittag starten. Passenderweise mußte ich Freitagnacht noch mit dem Ovali nach Frankfurt a.M. und demzufolge Samstag in aller Frühe wieder zurück nach Köln und von da nach Wuppertal zum Steiner und von daaa zum Verkäufer. So war der Plan. Der Teil mit Ovali und Frankfurt klappte reibungslos. Nur der Wuppertaler Teil dauerte etwas länger und so kamen wir erst gegen 13 Uhr beim Krad an.
Wie beim ersten zusammentreffen, so war es auch diesmal sehr angenehm und gastfreundlich.
Als erstes kam das Krad dran. Dieses passte aber erst nach Abbau des Vorderrades in den Bus. Trotz der geringen Größe und dem teilzerlegten Zustand, war das Aas bleischwer und wir haben uns einen Bruch gehoben bis das Ding drin war!
Dagegen waren die rund 8000 Kisten Kleinteile ein Klacks.
Zum Abschluß gab es noch einen Kaffee und man verabschiedete sich.


Da wir mit unserer Fracht kein Bedürfnis hatten über die Autobahn zu brettern, beschlossen wir über Land nach Köln zu fahren. Man hatte ja Zeit.
Die Strecke war landschaftlich äußerst ansprechend und teilweise fernab der Zivilisation (unter anderem passierten wir Bremen(!)-da war der Umweg wohl was größer).
Daheim angekommen, haben wir dann im Schweiße unseres Angesichtes die Kisten in den Keller geschleppt. Das Motorrad blieb erstmal im Bus, da der Hunger uns zur Frittenbude trieb.
Dort trieb uns die Dauerbeschallung durch Schlagermusik aber nach dem Essen auch schnell wieder raus.
Da der Tag noch jung war und ein Freund mir sein Auto verkaufen wollte, sind wir noch "mal eben" bei ihm in der Halle vorbei und haben da ein Pläuschen gehalten und amerikanisches Altblech bestaunt - derweil war das Krad immer noch im Bus, man hat ja Zeit.



Langsam wurde es dunkel und die Knochen schmerzten, also wieder zurück nach Köln und die schwere Fracht in die Garage gebracht.
Jetzt habe ich Kreuzschmerzen.
Oh, was für ein schöner Tag...
So, das war es fürs erste, Fortsetzung folgt