Haste mal'n schnelles Auto?....
(null)/(null)/(null) (null)
Mittwoch ging das Telefon. Der Steiner am anderen
Ende. Gut, ansich nix ungewöhnliches, nur der Inhalt
des Gespräches ließ wieder alle Alarmglocken läuten:
"Kennste einen mit nem schnellen Auto?" - (Hmm,
seltsame Frage), "ICH habe ein recht schnelles
Auto..." sagte ich da frei heraus! Tja und schon war
ich gebucht um eine kleine Fahrt mit ihm und Tanja
nach Bayern zu unternehmen, um wieder mal ein Auto zu
begutachten und es event. gleich mitzunehmen.
Objekt der Begierde: Ford P7b Coupe - schon wieder ein Ford...
So sehen die Verkaufsfotos aus:
Das Auto sei soweit in Ordnung, fahrbereit, geschweißt, noch TÜV und AU und ist angemeldet.
Besichtigungstermin sei Samstag - in Nürnberg...
Also Abfahrtstermin in Köln um 6.00 Uhr.
Die Steiners kamen heute auch pünktlich und fanden mich unter dem Opel, da ich noch schnell den Ölstand im Differential überprüft hatte. Es wurden alle nötigen Utensilien für eine längere Fahrt eingeladen (Essen, Trinken, Kameras, Schlafsachen für Mrs. Steiner). In weiser Voraussicht lud ich auch noch etwas ein - dazu aber später mehr - schließlich war nahezu jeder Ausflug mit den Wuppertalern bisher ereignisreich.
Nachdem ich auch endlich fertig war, konnte es losgehen. Das erste Ziel war die örtliche Zapfstelle, um den Geschwaderführer in seinen Trinksitten zu unterstützen und ihn bis zum Rand abzufüllen, schließlich wollten wir ja weit kommen - und das flott.
Samstag morgens ist die Autobahn zum Glück noch recht unbelebt und wir kamen gut voran. Das Wetter war zwar trüb, aber trocken. Dank mäßiger Musikauswahl (nur UKW Radio) und zorniger Geräuschkulisse vertrieben wir uns die Zeit mit schalen Witzchen und essen/trinken. Angehalten wurde nur zum Wasserlassen (wir wollten früh zurück)
Mal Wasserlassen am Rastplatz
Nach rund 4 Stunden schlugen wir auch endlich in Nürnberg ein und fanden die angegebene Adresse des Verkäufers auch fast auf Anhieb :roll: :mrgreen:
Der P7 stand auch gut sichtbar vor der Türe, nebst Besitzer. Der lud uns erstmal zu einem kleinen Frühstück und dann ging es zur Besichtigung.
Der Ford war ein wenig verwahrlost, da der Besitzer nicht wirklich viel von Pflege oder Wartung hielt. Anscheinend wußte er ziemlich wenig was die Technik betrifft - mein Eindruck zumindest. Der Wagen sprang zwar an, lief aber unruhig. Wie sich herausstellet war die Beschleunigerpumpe am Vergaser nicht wirklich fest angezogen, sondern ließ lustig den Sprit hinauslaufen. Das war aber schnell behoben.
Trotzdem lief der Motor völlig Klo. Der Krümmer hat nen Riß, der Außpuff ein Loch, der Sound geilo, die Türen hängen, der Lack ist bescheiden, die Innenausstattung hat auch bessere Tage gehabt und die Schweißarbeiten sind...haltbar. Gut, der Wagen soll ja kein Concoursgewinner werden, sondern ein Alltagswagen. Dafür reicht es allemal und die kleinen Fehlerchen werden bald behoben sein. Der gute Mann mußte von seinen Preisvorstellungen doch heruntersteigen und man wurde sich nach Herausgabe der verchromter RS-Felgen letztlich doch einig und besiegelte den Kauf schriftlich..
Dummerweise war die AU wie versprochen doch nicht gemacht worden und so beschlossen wir sie noch schnell bei ATU um die Ecke machen zu lassen - ein Fehler, wie sich herausstellte.
Der Mechaniker hatte sowas von überhaupt keine Ahnung wie er nun vorgehen sollte, da er noch nicht einmal wußte was dies für ein Auto sei. Tja, nach einer geschlagenen halben Stunde, die mit wälzen von Unterlagen (zu neu) und relativ sinnlosen Drehversuchen am Vergaser verbracht wurde (die Zündung wurde nicht mal angeguckt), stellte er gegen Ende fest, das er das nicht konnte. Super. Viel Geld für nix. Halt! Doch: der Motor lief beschissener wie vorher!
Gut, da wir weder Bock noch Zeit hatten, setzten wir uns in Bewegung mit Kurs Heimat. Vorher war aber ein Abstecher an der Tanke vonnöten.
Scheiben vom Ford säubern, nach Öl schauen, Luftdruck prüfen, Proviant kaufen und tanken.
Dann ging es aber endlich los. Steiners fuhren vor, um das Tempo anzugeben. Von hinten konnte man sehen wo die Abgase rauchend entweichen - ziemlich genau in Höhe des Getriebes!
Die ersten 170 Kilometer kamen wir gut voran. Doch dann gab es Stau! Und was für einen. Komplette Bahn in beide Richtungen gesperrt. Da saßen wir dann alle. Zufälligerweise standen 3 Autos vor uns (!!) ein paar Bekannte (auch auf dem A.R.T. anzutreffen),die gerade aus dem Winterurlaub zurückkamen. Die Welt ist klein.
Der P7 Motor schrie weiterhin lauthals mit extremen Leerlaufschwankungen um Aufmerksamkeit.
Deshalb nahm man die Gelegenheit beim Schopfe und ging der Sache etwas mehr auf den Grund - gefahren wurde ja nix mehr...
Zufällig entdeckt (weil auf der Tanke verschwitzt...): Servopumpenöl war fast nix mehr drin und Wasser auch nicht!
Glücklicherweise hatte ich Kühlwasser sowie Werkzeug mitgenommen. Schnell hatten wir einige Zuschauer, die sich das Geschraube ansahen.
Der Hit war ein Rentner der meinte, ob das denn nötig sei den Wagen hier laufen zu lassen. Nachdem ihm die Umstehenden kopfschüttelnd darauf hinwiesen, daß er sich auf einer AUTOBAHN befände und sich gefälligst schleichen sollte, leistete er Folge und verzog sich in seine neue TDI - Feinstaubschleuder (gegen den Benz, der direkt neben uns die ganze Zeit vor sich hindieselte, hat er natürlich nix gesagt - die dumme Sau).
Der Stau war mittlerweile auf 20 Kilometer angewachsen und die Sperrung würde wohl noch Stunden dauern. Glücklicherweise standen wir direkt neben einer Auffahrt und folgten nach einiger Zeit dem Beispiel der anderen Verkehrsteilnehmer und verließen die Bahn dort. Wir gurkten dann noch im zähflüssigem Verkehr durch Aschaffenburg bis wir wieder hinter der Sperre auf die A3 gerieten. Ab da war "Highspeedcruisen" angesagt. Zeit hatten wir genug vertrödelt.
Mit jedem geheiztem Kilometer fuhr der Ford besser schien mir, er zog besser an und qualmte viel weniger. Die Rückfahrt war echt schön und spassig, da gegenseitiges Überholen und "ambergbeschleunigen" etwas Abwechslung brachten. Ein kurzer Abstecher bei Bernd 04 und Anhang rundete diesen langen Samstag ab. Die Riendviecher auf der Autobahn, die uns beinahe das Leben kosteten, lasse ich mal außen vor, ist ja eh Alltag...
Objekt der Begierde: Ford P7b Coupe - schon wieder ein Ford...
So sehen die Verkaufsfotos aus:
Das Auto sei soweit in Ordnung, fahrbereit, geschweißt, noch TÜV und AU und ist angemeldet.
Besichtigungstermin sei Samstag - in Nürnberg...
Also Abfahrtstermin in Köln um 6.00 Uhr.
Die Steiners kamen heute auch pünktlich und fanden mich unter dem Opel, da ich noch schnell den Ölstand im Differential überprüft hatte. Es wurden alle nötigen Utensilien für eine längere Fahrt eingeladen (Essen, Trinken, Kameras, Schlafsachen für Mrs. Steiner). In weiser Voraussicht lud ich auch noch etwas ein - dazu aber später mehr - schließlich war nahezu jeder Ausflug mit den Wuppertalern bisher ereignisreich.
Nachdem ich auch endlich fertig war, konnte es losgehen. Das erste Ziel war die örtliche Zapfstelle, um den Geschwaderführer in seinen Trinksitten zu unterstützen und ihn bis zum Rand abzufüllen, schließlich wollten wir ja weit kommen - und das flott.
Samstag morgens ist die Autobahn zum Glück noch recht unbelebt und wir kamen gut voran. Das Wetter war zwar trüb, aber trocken. Dank mäßiger Musikauswahl (nur UKW Radio) und zorniger Geräuschkulisse vertrieben wir uns die Zeit mit schalen Witzchen und essen/trinken. Angehalten wurde nur zum Wasserlassen (wir wollten früh zurück)
Mal Wasserlassen am Rastplatz
Nach rund 4 Stunden schlugen wir auch endlich in Nürnberg ein und fanden die angegebene Adresse des Verkäufers auch fast auf Anhieb :roll: :mrgreen:
Der P7 stand auch gut sichtbar vor der Türe, nebst Besitzer. Der lud uns erstmal zu einem kleinen Frühstück und dann ging es zur Besichtigung.
Der Ford war ein wenig verwahrlost, da der Besitzer nicht wirklich viel von Pflege oder Wartung hielt. Anscheinend wußte er ziemlich wenig was die Technik betrifft - mein Eindruck zumindest. Der Wagen sprang zwar an, lief aber unruhig. Wie sich herausstellet war die Beschleunigerpumpe am Vergaser nicht wirklich fest angezogen, sondern ließ lustig den Sprit hinauslaufen. Das war aber schnell behoben.
Trotzdem lief der Motor völlig Klo. Der Krümmer hat nen Riß, der Außpuff ein Loch, der Sound geilo, die Türen hängen, der Lack ist bescheiden, die Innenausstattung hat auch bessere Tage gehabt und die Schweißarbeiten sind...haltbar. Gut, der Wagen soll ja kein Concoursgewinner werden, sondern ein Alltagswagen. Dafür reicht es allemal und die kleinen Fehlerchen werden bald behoben sein. Der gute Mann mußte von seinen Preisvorstellungen doch heruntersteigen und man wurde sich nach Herausgabe der verchromter RS-Felgen letztlich doch einig und besiegelte den Kauf schriftlich..
Dummerweise war die AU wie versprochen doch nicht gemacht worden und so beschlossen wir sie noch schnell bei ATU um die Ecke machen zu lassen - ein Fehler, wie sich herausstellte.
Der Mechaniker hatte sowas von überhaupt keine Ahnung wie er nun vorgehen sollte, da er noch nicht einmal wußte was dies für ein Auto sei. Tja, nach einer geschlagenen halben Stunde, die mit wälzen von Unterlagen (zu neu) und relativ sinnlosen Drehversuchen am Vergaser verbracht wurde (die Zündung wurde nicht mal angeguckt), stellte er gegen Ende fest, das er das nicht konnte. Super. Viel Geld für nix. Halt! Doch: der Motor lief beschissener wie vorher!
Gut, da wir weder Bock noch Zeit hatten, setzten wir uns in Bewegung mit Kurs Heimat. Vorher war aber ein Abstecher an der Tanke vonnöten.
Scheiben vom Ford säubern, nach Öl schauen, Luftdruck prüfen, Proviant kaufen und tanken.
Dann ging es aber endlich los. Steiners fuhren vor, um das Tempo anzugeben. Von hinten konnte man sehen wo die Abgase rauchend entweichen - ziemlich genau in Höhe des Getriebes!
Die ersten 170 Kilometer kamen wir gut voran. Doch dann gab es Stau! Und was für einen. Komplette Bahn in beide Richtungen gesperrt. Da saßen wir dann alle. Zufälligerweise standen 3 Autos vor uns (!!) ein paar Bekannte (auch auf dem A.R.T. anzutreffen),die gerade aus dem Winterurlaub zurückkamen. Die Welt ist klein.
Der P7 Motor schrie weiterhin lauthals mit extremen Leerlaufschwankungen um Aufmerksamkeit.
Deshalb nahm man die Gelegenheit beim Schopfe und ging der Sache etwas mehr auf den Grund - gefahren wurde ja nix mehr...
Zufällig entdeckt (weil auf der Tanke verschwitzt...): Servopumpenöl war fast nix mehr drin und Wasser auch nicht!
Glücklicherweise hatte ich Kühlwasser sowie Werkzeug mitgenommen. Schnell hatten wir einige Zuschauer, die sich das Geschraube ansahen.
Der Hit war ein Rentner der meinte, ob das denn nötig sei den Wagen hier laufen zu lassen. Nachdem ihm die Umstehenden kopfschüttelnd darauf hinwiesen, daß er sich auf einer AUTOBAHN befände und sich gefälligst schleichen sollte, leistete er Folge und verzog sich in seine neue TDI - Feinstaubschleuder (gegen den Benz, der direkt neben uns die ganze Zeit vor sich hindieselte, hat er natürlich nix gesagt - die dumme Sau).
Der Stau war mittlerweile auf 20 Kilometer angewachsen und die Sperrung würde wohl noch Stunden dauern. Glücklicherweise standen wir direkt neben einer Auffahrt und folgten nach einiger Zeit dem Beispiel der anderen Verkehrsteilnehmer und verließen die Bahn dort. Wir gurkten dann noch im zähflüssigem Verkehr durch Aschaffenburg bis wir wieder hinter der Sperre auf die A3 gerieten. Ab da war "Highspeedcruisen" angesagt. Zeit hatten wir genug vertrödelt.
Mit jedem geheiztem Kilometer fuhr der Ford besser schien mir, er zog besser an und qualmte viel weniger. Die Rückfahrt war echt schön und spassig, da gegenseitiges Überholen und "ambergbeschleunigen" etwas Abwechslung brachten. Ein kurzer Abstecher bei Bernd 04 und Anhang rundete diesen langen Samstag ab. Die Riendviecher auf der Autobahn, die uns beinahe das Leben kosteten, lasse ich mal außen vor, ist ja eh Alltag...